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Fernweg

Jakobsweg

Etappen
11
Gesamtstrecke
rund 218 km

Etappen

Anfang Ziel

Hegauer Jakobsweg - 1. Etappe: Kloster Wald - Stockach

in Wald → Pfarrkirche St. Oswald in Stockach

Etappe 1

Die 1. Etappe des Hegauer Jakobswegs: Vom Kloster Wald nach Stockach ist 23,6 km lang und führt von Wald über Sentenhart, Mindersdorf und Ursaul nach Stockach. Der gesamte Hegauer Jakobsweg führt vom Kloster Wald über Stockach und Markelfingen bis nach Konstanz. Er ist insgesamt 70,5 km lang und in 3 Etappen aufgeteilt.

23,6 km ca. 6:30 h — Streckenweg Wandern
Aufstieg
173 m
Abstieg
335 m
Quelle: Ferienregion Nördlicher Bodensee · CC BY-SA 4.0

Jakobsweg - Etappe Murrhardt - Winnenden

Ab Murrhardt

Erlebe die Pilgerreise auf schattigen Waldwegen und steilen Anstiegen auf die Höhen des Schwäbischen Waldes! Startpunkt: Murrhardt, DB-Bahnhof Die zweite Etappe der Pilgerreise von Murrhardt nach Winnenden beginnt auf schattigen Waldwegen zunächst mit einem steilen Anstieg aus dem Murrtal zurück auf die Höhen des Schwäbischen Walds. Für eine erste Rast bietet sich das im Sulzbacher Teilort Eschelhof auf einer Waldlichtung gelegene Wanderheim an, Grill- und Spielplatz inklusive. Von hier führt der Jakobsweg weiter bis nach Oppenweiler, vorbei am sehenswerten achteckigen Wasserschloss der von Sturmfeder (heute Rathaus), durch den zugehörigen Park bis zur Jakobuskirche, einer Pilgerstation. Über Aichelbach geht es durch den Backnanger Plattenwald über Steinbach und Unterweissach nach Allmersbach im Tal. Von hier führt der Jakobsweg aus der „Backnanger Bucht“ hinaus wieder steil bergauf, zurück auf die Höhenzüge des Schwäbischen Waldes und der Buocher Höhe. Besonders von Bürg aus hat man eine hervorragende Fernsicht bis zum Stutt-garter Talkessel und darüber hinaus. Hier beginnt der Abstieg durch die Weinberge hinunter nach Winnenden mit seinem Pilger-Wahrzeichen, dem berühmten Jakobsaltar in der Schlosskirche des Schlosses Winnental. Der Altar ist seit 1981 europäisches Kulturerbe und erinnert daran, dass Winnenden bereits im Mittelalter eine bedeutende Station des Jakobsweges war.

29,9 km ca. 8:45 h — Streckenweg Wandern
Aufstieg
522 m
Abstieg
520 m
Quelle: Schwäbischer Wald Tourismus e.V. · CC BY-SA 4.0

Jakobsweg - Etappe Schwäbisch Hall - Murrhardt

Ab Schwäbisch Hall

Tauche ein in die Welt der Pilgerpfade im Schwäbischen Wald! Der Abschnitt des Jakobswegs startet in Schwäbisch Hall, bis ins 18. Jahrhundert hinein Stadt der Salzsieder. An Stelle der ehemaligen Jakobuskirche steht heute das Rathaus. Vom Haller Marktplatz aus führt der Pilgerweg zur Marienkirche nach Rieden, einer früheren Wallfahrtskirche, mit sehenswerten gotischen Altären und einer außergewöhnlichen Darstellung des heiligen Christopherus. Über Obermühle und die Höhen von Wolfenbrück wandert der Pilger durch den Schwäbischen Wald bis zum ersten Etappenziel Murrhardt, dem Zentrum des Naturparks Schwäbischer-Fränkischer Wald. Die Stadtkirche mit der berühmten Walterichskapelle, die Walterichskirche als ehemalige Wallfahrerkirche und die Gebäude des ehemaligen Klosters lohnen einen Besuch. Wer möchte, kann in Murrhardt auch einen Tag Pause von der Pilgerwanderung einlegen und das UNESCO Welterbe Limes und die örtlichen Kunst- und Naturausstellungen besichtigen. Für Naturliebhaber lohnt sich ein Ausflug ins Hörschbachtal mit seinen imposanten Wasserfällen.

25,8 km ca. 7:45 h — Streckenweg Wandern
Aufstieg
515 m
Abstieg
524 m
Quelle: Schwäbischer Wald Tourismus e.V. · CC BY-SA 4.0

Jakobsweg Etappe vom Remigiusberg Kusel zur Talbrücke Freisen Oberkirchen

Remigiusberg → Talbrücke Freisen Oberkirchen

Diese Etappe führt vom Remigiusberg in Haschbach durch Kusel hinauf auf die Burg Lichtenberg und über den Fritz-Wunderlich-Weg zur Talbrücke in Freisen-Oberkirchen. Landschaftsmittelpunkt des Glantals ist der Remigiusberg zwischen Altenglan und Theisbergstegen mit Burgruine und Kirche. Durch einen Bergeinschnitt getrennt erhebt sich auf dem Remigiusberg östlich gegenüber der Kirche die Ruine der Michelsburg. Die Remigiuskirche war einst religiöses Zentrum der 1127 erstmals urkundlich erwähnten Benediktinerpropstei St. Remigi Remigiusberg, einem Filialkloster der Abtei St. Remy bei Reims. „Ein Städtchen liegt im Pfälzer Land, im Tal so wunderschön...“ So besingt der berühmte Sohn der Stadt Kusel Fritz Wunderlich sein Kusel. Ein Rundgang durch Fritz Wunderlichs Heimatstadt Kusel führt uns zu Stationen seines Lebens und Wirkens, zu Stätten seines Gedenkens. In den Gedächtniszimmern des Stadt- und Heimatmuseums in Kusel wird an ihn erinnert. Weitere Sehenswürdigkeiten in Kusel: Rathaus mit Glockenspiel, städtebaulich interessanter Marktplatz mit Evang. Stadtkirche und Hutmacherbrunnen, Kath. Kirche im neugotischen Stil (im Jahre 1886 - 1889 erbaut), historischer Stadtkern. Jeden Besucher begeistert die Schönheit von Burg Lichtenberg im Herzen des Pfälzer Berglandes. Sie zählt zu den größten Burgruinen Deutschlands, mit 425 m im Längsschnitt, wurde nie vom Feind zerstört, jedoch vor rund 200 Jahren von einem Brand heimgesucht. Der Ursprung der von den Grafen von Veldenz und den Herzögen von Pfalz‐Zweibrücken errichteten Burg geht auf das Jahr 1200 zurück. Innerhalb des Burggeländes befinden sich eine moderne Jugendherberge, ein Restaurant sowie drei Museen. Am Bahnhof in Schwarzerden findet man die Ostertalbahn, eine beeindruckende Tourismus-Attraktion. Die Bahn wird auf der Strecke zwischen Schwarzerden und Ottweiler vom Arbeitskreis Ostertalbahn e.V. in den Sommermonaten, meist an Wochenenden, betrieben. Das Mithrasdenkmal an der Weiheranlage in Schwarzerden mit seinem eingehauenen Relief, das einstmals die Rückwand eines Tempels war, gehört zu den ältesten Kultstätten unserer Heimat. Es ist ein Denkmal des ehemaligen Aufenthaltes der Römer an dieser Stätte, welches wohl ins 3. Jahrhundert n. Chr. fällt. Die evangelische Kirche in Schwarzerden wurde 1955 fertig gestellt. Damals hatte die Kirche lediglich eine kleine Glocke über dem Eingang. Im Jahr 2004 wurde ein separater Glockenturm mit 2 Glocken angebaut, die in Passau gegossen wurden. Das Naturschutzgebiet Weiselberg ist reich an Naturschönheiten und eindrucksvollen Schätzen. Der Weiselberg ist berühmt für die farbenprächtige Mineralbildung der dort gefundenen Achate. Im Mineralogischen Museum in Oberkirchen und im Mineralienmuseum in Freisen sind einige Fundstücke ausgestellt. Das eindrucksvollste Bauwerk in der Gemeinde Freisen ist die Talbrücke in Oberkirchen. Ihre 12 Bögen auf 11 Pfeilern erstrecken sich auf 275m und überspannen in einer Höhe von 30 m das Tal der Oster direkt am Ortseingang von Oberkirchen. Die Talbrücke ist eine der größten Steinbrücken Südwestdeutschlands. Man nimmt an, dass die katholische Kirche St. Katharina Oberkirchen aus dem 14. oder 15. Jahrhundert stammt. Die Kirche zeigt sich in ihrer vollen Pracht als christlicher und kultureller Mittelpunkt von Oberkirchen.

17,9 km ca. 5:30 h — Streckenweg Wandern
Aufstieg
386 m
Abstieg
345 m
Quelle: Sankt Wendeler Land · CC BY-ND 4.0

Jakobsweg Etappe von der Talbrücke Freisen Oberkirchen nach St. Wendel

Talbrücke Oberkirchen → St. Wendel

Diese Etappe führt von der Talbrücke in Freisen-Oberkirchen über St. Wendel-Hoof am Wendelinushof, am Missionshaus und der Wendelinuskapelle vorbei zur Wendelinusbasilika in St. Wendel. Die Etappe beginnt an dem eindrucksvollsten Bauwerk in der Gemeinde Freisen, der Talbrücke in Oberkirchen. Ihre 12 Bögen auf 11 Pfeilern erstrecken sich auf 275 m und überspannen in einer Höhe von 30 m das Tal der Oster direkt am Ortseingang von Oberkirchen. Die Talbrücke ist eine der größten Steinbrücken Südwestdeutschlands. Man nimmt an, dass die katholische Kirche St. Katharina Oberkirchen aus dem 14. oder 15. Jahrhundert stammt. Die Kirche zeigt sich in ihrer vollen Pracht als christlicher und kultureller Mittelpunkt von Oberkirchen. Das Naturschutzgebiet Weiselberg ist reich an Naturschönheiten und eindrucksvollen Schätzen. Der Weiselberg ist berühmt für die farbenprächtige Mineralbildung der dort gefundenen Achate. Im Mineralogischen Museum in Oberkirchen und im Mineralienmuseum in Freisen sind einige Fundstücke ausgestellt. Vorbei am Wendelinushof mit Tierhaltung, Werkstätten für Behinderte, Gärtnerei, Gastronomie und Markt für regionale Produkte. Entlang dem Friedhof der Patres und der Lourdes-Grotte geht es am Missionshaus vorbei. Pater Arnold Janssen gründete 1898 in St. Wendel die Missionsgesellschaft der Steyler Missionare. Zu dem Komplex gehören das völkerkundliche Museum und die Missionsbuchhandlung, das Arnold-Janssen-Gymnasium und die Missionshauskirche. St. Wendel wurde erstmals 496 n. Chr. als Basonvillaris erwähnt. Im 6. Jh. lebte hier der heilige Wendelin, der einer irisch-schottischen Mönchsbewegung angehörte. Einer Legende nach war er als Königssohn auf dem Weg nach Rom um die Königskrone zu empfangen, ließ sich aber als Eremit in St. Wendel nieder. Genau an der Stelle, an der er während einer großen Dürrezeit seinen Stab in den Boden stieß, steht heute die ihm geweihte Wendelinuskapelle mit einer Brunnenanlage. An dieser kommen wir auf dem Weg hinunter in die Stadt vorbei. Der Name „Sankt Wendalino“ wurde im Zuge der frühmittelalterlichen Wendelinusverehrung im 14. Jh. in einer Urkunde von Balduin von Luxemburg, dem Erzbischof von Trier, erstmalig erwähnt. Dieser wollte die Stadt zu einem wirtschaftlichen und kulturellen Zentrum ausbauen und somit erhielt St. Wendel 1332 die Markt- und Stadtrechte. Bald begann man mit dem Bau der Wendelinusbasilika, die aber erst 1460 im spätgotischen Stil fertig gestellt wurde. Mit ihrer hohen Turmhaube des Westturms ist sie ein weit sichtbares Wahrzeichen der Stadt und gilt als eine der schönsten Hallenkirchen Deutschlands. Die Gebeine des heiligen Wendelin befinden sich noch heute im Hochgrab am Altar. An der Tumba wird seitlich ein Abbild von Jakobus mit der Muschel gezeigt. Als bedeutende Pilgerkirche zieht sie besonders zu den jährlichen Wallfahrtsveranstaltungen an Pfingsten und zur Wendelinuswoche zahlreiche Pilger an.

15,3 km ca. 4:45 h — Streckenweg Wandern
Aufstieg
302 m
Abstieg
396 m
Quelle: Sankt Wendeler Land · CC BY-ND 4.0

Jakobsweg Etappe von Hoppstädten-Weiersbach nach Tholey

Kapelle St. Katharina von Alexandrien → Benediktinerabtei St. Mauritius Tholey

In Hoppstädten-Weiersbach an der Kapelle St. Katharina von Alexandrien beginnt diese Etappe, die über Nohfelden und Oberthal nach Tholey zur Benediktinerabtei St. Mauritius führt. Start der Anbindung liegt an der Kapelle in Hoppstädten in der Hauptstraße. Dem Pfad hinter der Kapelle zur Schulstraße folgen, Rothenweg, am Ende auf schmalem Weg (bis dahin Vermeidung der verkehrsreichen Saarstraße L 169), zum Bahnhof Neubrücke; durch die Unterführung kommt man zur Harald Fissler Str.; nach rechts zum Biomassekraftwerk „Oie“. Danach links die Nahe überqueren und anschließend durch einen Tunnel unter der A62 hindurch gehen, danach rechts; Der Jakobsweg verläuft ab hier bis nach Nohfelden parallel zum Naheweg (Kennzeichnung blaues N auf weißem Grund) weitestgehend am Waldrand und in Sichtweite zur Nahe und der Bahnlinie entlang. Eingangs Nohfelden wird der Freisbach überquert, dessen Mündung in die Nahe rechts zu sehen ist, weiter durch die Naheuferstraße, Buchwaldstraße aus dem Ort hinauf mit leichter Steigung bis zum Waldparkplatz Hochwaldhalle; den Weg rechts Richtung Buchwaldhalle nehmen, rechts am Heidenkopf vorbei Richtung Walhausen; dort durch die Straße „Zum Heidenkopf“ zur Säbelstraße und Löschbachstraße. An der Kleingartenanlage rechts die Bahnlinie überqueren, dann bergauf am Solarkraftwerk vorbei. Am Ortseingang Steinberg-Deckenhardt erreicht man das Feuerwehrhaus und den Friedhof. Vorbei an der Bushaltestelle beim Feuerwehrgerätehaus / Friedhof überqueren wir die L319 und gehen bergauf zu der ehemaligen Kirche (heute Veranstaltungssaal des Musikvereins) in die Steinmarstraße, Deckenhardter Straße, am Ortsausgang durch den Wald Richtung Waldritter-Bildungszentrum-Saar; an den Industriebetrieben (Feldspatabbau) nach rechts, hier berührt der Weg die Europäische Skulpturenstraße des Friedens. Der Güdesweiler Waldfriedhof schließt sich an und daneben die Valentinskapelle; weiter durch den Wald, vorbei an der Wildfrauhöhle - über eine Treppe abwärts neben dem Weg erreichbar. Anmerkung: Zwischen Steinberg-Deckenhardt und Oberthal muss infolge der Waldwirtschaft sowie des Feldspatabbaus mit morastigen Wegen gerechnet werden. Ab Ortseingang Oberthal abwärts durch die Neunkirchener Straße und die Groniger Straße bis zur Trasse der ehemaligen Eisenbahnlinie St. Wendel – Tholey, die als "Wendelinus-Radweg" für Spaziergänger, Skater und Radfahrer ausgebaut ist. Diesem in Richtung Westen folgen in Richtung Tholey. Die Trasse endet schließlich vor einem zugemauerten Tunnel, der Jakobsweg geht hier steil bergauf und mündet auf eine Feldwirtschaftsstraße. Linkerhand ist ein Pylon zu sehen, welcher auf die Ausgrabungen eines römischen Vicus im Wareswald hinweist. Diese befinden sich ca. 400 m nach links neben der Straße. Der Jakobsweg jedoch folgt der Straße nach rechts und gelangt über die Wareswaldstraße, Bahnhofstraße, Trierer Straße zur Ortsmitte von Tholey, wo alsbald die Abteikirche St. Mauritius und damit das Etappenziel in Sicht kommt. Die Abteikirche geht auf das 12. Jahrhundert zurück. Ihre Vorgängerkirche fand 634 n. Chr. die erste Erwähnung. Heute noch leben und arbeiten Benediktinermönche in Tholey. Im Herbst 2020 wird die Kirche nach umfangreichen Sanierungsarbeiten wiedereröffnet, besonders sehenswert sind die drei neu gestalteten Hauptchorfenster von Gerhard Richter. Es lohnt auch ein Besuch des Museums „Theulegium".

26,7 km ca. 7:45 h — Streckenweg Wandern
Aufstieg
410 m
Abstieg
357 m
Quelle: Sankt Wendeler Land · CC BY-ND 4.0

Jakobsweg Etappe von St. Wendel nach Tholey

Wendelinusbasilika → Benediktinerabtei St. Mauritius Tholey

Diese Etappe führt von der Wendelinusbasilika in St. Wendel durch den Wendelinuspark über Winterbach und Alsweiler zur Abteikirche St. Mauritius in Tholey. An der Wendelinusbasilika findet diese 15 km lange Etappe des Jakobsweg bis nach Tholey ihren Ausgangspunkt. Sie verläuft parallel mit dem Wendelinus-Pilgerweg von St. Wendel an die Abteikirche in Tholey, dessen Symbol ein stilisierter schwarzer Pilgerstab mit Kreuz auf weißem Grund ist. Entlang des Weges sind Tafeln mit Besinnungstexten aufgestellt, die zum Innehalten und Nachdenken anregen. Gleichzeitig sollen sie Mut machen oder die Seele stärken. St. Wendel wurde erstmals 496 n. Chr. als Basonvillaris erwähnt. Im 6. Jh. lebte hier der heilige Wendelin, der einer irisch-schottischen Mönchsbewegung angehörte. Einer Legende nach war er als Königssohn auf dem Weg nach Rom, um die Königskrone zu empfangen, ließ sich aber als Eremit in St. Wendel nieder. Genau an der Stelle, an der er während einer großen Dürrezeit seinen Stab in den Boden stieß, steht heute die ihm geweihte Wendelinuskapelle mit einer Brunnenanlage. Der Name „Sankt Wendalino“ wurde im Zuge der frühmittelalterlichen Wendelinusverehrung im 14. Jh. in einer Urkunde von Balduin von Luxemburg, dem Erzbischof von Trier, erstmalig erwähnt. Dieser wollte die Stadt zu einem wirtschaftlichen und kulturellen Zentrum ausbauen und somit erhielt St. Wendel 1332 die Markt- und Stadtrechte. Bald begann man mit dem Bau der Wendelinusbasilika, die aber erst 1460 im spätgotischen Stil fertig gestellt wurde. Mit ihrer hohen Turmhaube des Westturms ist sie ein weit sichtbares Wahrzeichen der Stadt und gilt als eine der schönsten Hallenkirchen Deutschlands. Die Gebeine des heiligen Wendelin befinden sich noch heute im Hochgrab am Altar. An der Tumba wird seitlich ein Abbild von Jakobus mit der Muschel gezeigt. Als bedeutende Pilgerkirche zieht die Wendelinusbasilika besonders zu den jährlichen Wallfahrtsveranstaltungen an Pfingsten und zur Wendelinuswoche zahlreiche Pilger an. Das mittelalterlich geprägte Ambiente rund um den Fruchtmarkt vermittelt einen Eindruck von der einstigen Bedeutung St. Wendels als Pilgerzentrum. Durch die Luisenstraße verlässt der Pilger die Innenstadt Richtung Alsfassen und erreicht bald den Wendelinuspark mit Golfanlage. Kurz hinter dem Wendelinuspark befindet sich der Wallesweilerhof mit der unter Denkmalschutz stehenden St. Annenkapelle. Die Kapelle stellt die erste Station der Pilger dar. Herrliche Aussichten auf die hügelige Landschaft des Naturparks Saar-Hunsrück und einen wunderbaren Blick auf den 569 m hohen Schaumberg begleiten die Pilger weiter auf ihrer Wanderung Richtung Winterbach und Alsweiler. Das Hiwwelhaus in Alsweiler ist das älteste in seiner Originalität erhaltene Bauernhaus Südwestdeutschlands und liegt nur 300 m von dem Weg entfernt. Weiterhin durchwandert man das Alsbachtal und hat im Anschluss eine wunderschöne Aussicht auf Tholey mit seiner ehrwürdigen Abteikirche. Ein weiterer Abstecher lohnt sich zu der römischen Ausgrabungsstätte Wareswald bei Tholey. Dort befand sich ehemals eine bedeutende gallo-römische Siedlung am Schnittpunkt zweier Römerstraßen. Heute wird im Wareswald nach den Spuren der Vorfahren und deren Lebensweise geforscht. Erste Funde, wie zahlreiche Reste von Bäderanlagen, Fußbodenheizungen oder aufwändigen Wandmalereien lassen auf einen gehobenen Lebensstandard der damaligen Bevölkerung schließen. Den Endpunkt dieser Etappe stellt die Abteikirche St. Mauritius in Tholey dar, die nur noch wenige Meter entfernt ist. Die Abteikirche geht auf das 12. Jahrhundert zurück. Ihre Vorgängerkirche fand 634 n. Chr. die erste Erwähnung. Heute noch leben und arbeiten Benediktinermönche in Tholey. Im Herbst 2020 wurde die Kirche nach umfangreichen Sanierungsarbeiten wiedereröffnet, besonders sehenswert sind die drei neu gestalteten Hauptchorfenster von Gerhard Richter. Es lohnt auch ein Besuch des Museums „Theulegium“.

14,6 km ca. 4:15 h — Streckenweg Wandern
Aufstieg
247 m
Abstieg
141 m
Quelle: Sankt Wendeler Land · CC BY-ND 4.0

Jakobsweg Etappe von Tholey nach Illingen

Benediktinerabtei St. Mauritius Tholey → Bergkapelle in Illingen

Diese Etappe führt von der Abteikirche St. Mauritius in Tholey über die Marienverehrungsstätte im Härtelwald nach Illingen zur Bergkapelle. Den Anfangspunkt dieser Etappe stellt die Abteikirche St. Mauritius in Tholey dar. Die Abteikirche geht auf das 12. Jahrhundert zurück. Ihre Vorgängerkirche fand 634 n. Chr. die erste Erwähnung. Heute noch leben und arbeiten Benediktinermönche in Tholey. Die neugotische Pfarrkirche „Maria Himmelfahrt“ in Marpingen wurde 1902/03 auf der Stelle eines mittelalterlichen Vorgängerbaus vom St. Johanner Architekten Wilhelm Hector errichtet. Das Selbstbewusstsein und die religiöse Vitalität der Gemeinde, die in diesem Sakralbau zum Ausdruck kommen, manifestieren sich auch in der Tatsache, dass dem Kirchenbauverein, der die Errichtung des Gotteshauses unterstützte, Ende des 19. Jahrhunderts alle 2000 Katholiken der Gemeinde beitraten. Kunsthistorisch bemerkenswert in der ursprünglich der Abtei Tholey inkorporierten Kirche ist ein spätmittelalterliches Altarretabel, das im neugotischen Bau auf der Südseite unter einem Kirchenfenster eingelassen wurde. Es gehört zu den ältesten Zeugnissen der Marienverehrung in Marpingen. Weit in die Vergangenheit zurück reicht auch die Geschichte des Marienbrunnens (im Volksmund „Maieborn“) in unmittelbarer Nähe der Pfarrkirche, der bereits im Mittelalter ein beliebter Marien-Wallfahrtsort war. Am Ortsrand von Marpingen liegt die Marienverehrungsstätte „Härtelwald“. Hier passiert der Wanderer zunächst die Außenverehrungsstätte mit stilisiertem Rosenkranz und Muttergottesfigur und erreicht unmittelbar danach die Marienkapelle. Die in den Jahren 1932 bis 1935 errichtete Kapelle und die zunächst unmittelbar danebenliegende Mariengrotte sind an der Stelle erbaut worden, an der 1876 die Muttergottes erstmals drei achtjährigen Marpinger Mädchen erschienen sein soll. Die Ereignisse im Härtelwald fanden schnell ein internationales Echo, und Marpingen galt – trotz des „Kulturkampfes“, den der preußische Staat seinerzeit gegen die katholische Kirche führte - schon bald als „deutsches Lourdes“. Als im Jahr 1999 erneut drei „Seherinnen“, dieses Mal erwachsene Frauen aus drei verschiedenen saarländischen Dörfern, im Härtelwald insgesamt 13 angekündigte Erscheinungen hatten, kamen abermals viele Tausend Pilger aus aller Herren Länder nach Marpingen. Im Dezember 2005 wurde der Härtelwald mit Kapelle und Marienquelle offiziell vom Bistum in Trier als Gebetsstätte anerkannt. Die Marienkapelle und ihr Umfeld wurden in den Jahren 2006 bis 2008 von der Gemeinde Marpingen umfangreich saniert und neugestaltet. Von der Kapelle aus führt der Jakobsweg über den Kreuzweg mit 14 Stationen hinauf zur 300 m entfernten Marienquelle. Auch die Quelle und ihr gesamtes Umfeld wurden von der Gemeinde mit großem Aufwand neugestaltet. Im Zuge der in den Jahren 2004 bis 2006 durchgeführten Maßnahmen entstand auch eine überdachte Andachtsstätte, die rund 120 Pilgerinnen und Pilgern Platz bietet. Kurze Zeit später passiert der Wanderer das „Bergmannskreuz“, das gemeinsam mit dem erst vor wenigen Jahren unmittelbar daneben errichteten Nachbau eines Stollenmundloches als Wahrzeichen für einen ehedem – auch für Marpingen - wirtschaftlich bedeutsamen und kulturhistorisch bemerkenswerten Berufszweig fungiert. Hier trafen sich bis ins 20. Jahrhundert hinein die Bergarbeiter des Dorfes, um zum Wochenbeginn gemeinsam zu Fuß zu den Grubenstandorten im Süden aufzubrechen. Der Jakobsweg verläuft ab hier parallel zur Landstraße bergauf bis zur alten Römerstraße Mainz-Metz, die auf dem Höhenzug zwischen Marpingen und Urexweiler entlangführt. (Kreuzt man bereits hier die L 318, gelangt man zu einem alten Grenzstein, der früher die Grenze zwischen Nassau-Saarbrücken und Lothringen markierte. Diese Grenze war gleichzeitig die Konfessionsgrenze zwischen Protestanten und Katholiken. Unweit des Grenzsteins befinden sich Reste von keltischen Hügelgräbern, auf die eine Infotafel hinweist.) Die eigentliche Route mündet erst vor dem Ortseingang von Urexweiler nach links in die L 318, um nach weiteren 100 m nach rechts in einen befestigten Waldweg abzuzweigen. Der Jakobsweg führt nun fast 2 km durch einen schönen Buchenwald, bevor er vorbei an mehreren Tierskulpturen aus Holz in einen Forstweg von Berschweiler nach Urexweiler mündet. Zunächst führt die Route auf einem asphaltierten Höhenweg etwa 4 km weit über offene Fluren und durch bewaldete Abschnitte. Kurz vor Hüttigweiler verlässt der Wanderer den Naheweg und biegt nach rechts auf einen breiten Waldweg, dem er etwa 1 km bis zu einer Kreuzung folgt. Dort trifft der Jakobsweg auf den Schaumbergweg und den Bergmannsweg. Wer von hier aus zur Statio Dominus Mundi bei Wustweiler gehen will, biegt nach rechts ab und erreicht die Kirche in etwa 20 min. Die Statio Dominus Mundi ist ein architektonisch bemerkenswerter Sakralbau der Gegenwart. Er beherbergt eine einmalige Sammlung von Meisterwerken mittelalterlicher Kunst, darunter auch ein Gemälde von Lukas Cranach d. Ä. Wer auf dem Jakobsweg bleibt, wendet sich nach links und geht weiter nach Hüttigweiler. Am Ortsrand von Illingen trifft die Route auf den Naheweg. Bergab geht es ins Illtal zu der barocken Stephanskirche. Vom ursprünglich mittelalterlichen Bau hat sich nur der Chorturm aus dem 13. Jahrhundert erhalten. In seinem Untergeschoss befindet sich ein spätgotisches Rippengewölbe und spitzbogige Fenster. Das Kirchenschiff stammt aus dem 18. Jahrhundert, es wurde nach einem Entwurf des Blieskastelers Peter Reheis gebaut. In der Kirche befindet sich das Epitaph des 1577 verstorbenen Heinrich von Kerpen. Von der mittelalterlichen Ausmalung der Kirche sind nur geringe Reste erhalten. Außen am Turm ist der Eckstein eines großen römischen Grabmonumentes eingemauert. Nicht weit von der Stephanskirche entfernt befindet sich die Burgruine Kerpen. Sie ist der Überrest einer ehemaligen Wasserburg, die sich seit dem 14. Jahrhundert im Besitz der Herren von Kerpen befand. Die Kernanlage aus dem 14. Jahrhundert wurde im 16. Jahrhundert völlig neugestaltet und mit einer Vorburg versehen. Die Hauptburg umschließt einen rechteckigen Hof, an dessen Südwestecke Reste eines quadratischen Turmes erhalten sind. An der Südostecke befindet sich ein Rundturm, der nach dem 2. Weltkrieg wieder aufgebaut worden ist. In diesem Turm befindet sich die ehemalige Burgkapelle mit Sterngewölbe. Bergauf geht es zum Ziel der Etappe, der Bergkapelle (ca. 1,5 km). Auf dem letzten Wegstück, einem Fußweg parallel zur Straße, begleiten die Stationen der „7 Schmerzen Mariens“ (auch die „Fußfälle“ genannt) den Pilger bis zur Bergkapelle. An diesem Platz oberhalb der Ortslage Illingens standen schon mehrere Wallfahrtskapellen. Die älteste stammte vermutlich aus dem 16. Jahrhundert; davon zeugt ein Epitaph aus dem Jahr 1555, das in der Kapelle zu finden ist. Die heutige, im neugotischen Stil errichtete Bergkapelle ist ein weit über die Landesgrenzen hinweg bekannter Wallfahrtsort für Sinti und Roma. Seit 1955 gibt es die damals „Zigeunerwallfahrt“ genannte Pilgerfahrt, die jedes Jahr am ersten Oktoberwochenende stattfindet.

19,3 km ca. 5:45 h — Streckenweg Wandern
Aufstieg
311 m
Abstieg
363 m
Quelle: Sankt Wendeler Land · CC BY-ND 4.0

Partnerwege

Wege, die an den Jakobsweg anschließen, aber keine eigene Etappe sind.

  • Jakobsweg - Zubringer · 58,1 km
  • Jakobsweg-Zuwegung Merzig – Perl-Borg · 37,2 km
  • Ostbayerischer Jakobsweg - Zubringer 1 · 8,9 km
  • Ostbayerischer Jakobsweg - Zubringer 2 · 0,8 km
  • Umleitung --LT-M1/LT 3/ Abstecher Panoramaweg oder Jakobsweg zum Koster Bronnbach-- zwischen Kloster Bronnbach und Schafhof · 2,1 km
  • Umleitung Panoramaweg und Jakobsweg zwischen Kloster Bronnbach und Schafhof · 1,3 km
Gespeichert