Häufig gestellte Fragen
Alles, was du über Fairvisit wissen musst
Über Fairvisit
Was macht Fairvisit anders als die großen Buchungsplattformen?
Fairvisit ist ein Vermittler — kein Händler. Der Unterkunftsvertrag besteht direkt zwischen dir und dem Gastgeber. Wir nehmen deutlich weniger Provision als die großen Plattformen, setzen kein Tracking ein und speichern keine Zahlungsdaten. Gleichzeitig bieten wir eine Rückfallebene: Bei Problemen mit Stornierungen oder Rückerstattungen können wir eingreifen und vermitteln.
Was kostet mich eine Buchung über Fairvisit?
Wir erheben eine Provision von aktuell nur 4 %, fair zwischen Gast und Gastgeber aufgeteilt — bis mindestens September 2026. Danach gilt unser regulärer Satz von 9 %, immer noch deutlich weniger als die 15–20 % der großen Plattformen. Den genauen Betrag siehst du vor der Buchung. Als Plattformpionier zahlst du auch danach weiter nur 4 %. Bei Partnerunterkünften zahlst du nichts an Fairvisit — wir werden vom Partner vergütet.
Wie geht ihr mit meinen Daten um?
Wir setzen kein Tracking ein, nutzen keine Analytics-Tools und verkaufen keine Daten. Deine Zahlungsdaten werden ausschließlich von unserem Zahlungsdienstleister verarbeitet. Du kannst deine Daten jederzeit per Self-Service exportieren und die Löschung deines Kontos beantragen. Dabei beachten wir gesetzliche Aufbewahrungspflichten — Rechnungsdaten müssen wir z.B. 10 Jahre aufbewahren.
Ist Fairvisit wirklich „Made in Europe"?
Ja. Unser Team sitzt in Aachen, unsere Server stehen in Deutschland und auch unser Zahlungsdienstleister ist ein europäisches Unternehmen. Für Karten setzen wir auf OpenStreetMap und europäische Dienste. Deine persönlichen Daten werden ausschließlich in europäischen Rechenzentren verarbeitet und gespeichert. Wir sind eigenfinanziert und haben keine externen Investoren — unsere Entscheidungen treffen wir selbst.
Für Gäste
Kann ich auch ohne Registrierung buchen?
Ja! Du kannst als Gast buchen, ohne ein dauerhaftes Konto zu erstellen. Wir freuen uns über jeden, der bleibt — aber wir zwingen niemanden. Bestimmte Angaben (Name, E-Mail, Adresse) sind trotzdem nötig, weil wir gesetzliche Pflichten erfüllen müssen (z.B. Meldepflicht, Rechnungsstellung).
Werden meine Zahlungsdaten gespeichert?
Nein — und das ist Absicht. Deine vollständigen Zahlungsdaten werden ausschließlich von unserem Zahlungsdienstleister für die jeweilige Transaktion verarbeitet. Weder Fairvisit noch der Gastgeber erhalten Zugriff auf deine Konto- oder Kartendaten.
Was bringt mir die ID-Verifikation?
Mit verifizierter Identität siehst du bei privaten Gastgebern den genaueren Standort der Unterkunft. Das hilft dir bei der Orientierung, bevor du buchst.
Was passiert, wenn ich storniere?
Jeder Gastgeber legt eine kostenfreie Stornierungsfrist fest (zwischen 1 und 30 Tagen vor Anreise). Diese siehst du vor der Buchung. Stornierst du rechtzeitig vor Ablauf der Frist, bekommst du dein Geld zurück. Wir bemühen uns, anfallende Zahlungsgebühren aus unseren Rücklagen zu tragen, damit dir keine zusätzlichen Kosten entstehen. Sollte das einmal nicht möglich sein, kann eine kleine Bearbeitungsgebühr anfallen. Stornierst du nach Ablauf der Frist, ist grundsätzlich keine Erstattung möglich. Wird der Zeitraum jedoch über Fairvisit erneut gebucht, erhältst du eine anteilige Erstattung.
Was passiert, wenn mein Gastgeber storniert?
Du bekommst den vollen Betrag zurück. Die Rückerstattung wird automatisch über unseren Zahlungsdienstleister abgewickelt. Falls es dabei zu Verzögerungen kommt, besteht unter Umständen die Möglichkeit, dass wir den Betrag vorstrecken — sprich uns einfach an.
Welche Vorteile habe ich als Plattformpionier?
Als Pionier zahlst du dauerhaft nur den Einführungstarif von 4 % Provision — auch wenn der reguläre Satz von 9 % greift. Es genügt, wenn eine Seite der Buchung Pionier ist. Bei Partnerunterkünften zahlst du nichts an Fairvisit; wir werden vom Partner vergütet. Du bekommst außerdem ein sichtbares Pionier-Badge in deinem Profil und frühen Zugang zu neuen Features.
Für Gastgeber
Was muss ich als Gastgeber wissen?
Als Gastgeber bist du direkter Vertragspartner des Gastes — Fairvisit vermittelt nur. Das bedeutet: Du bist eigenverantwortlich für die Richtigkeit deines Inserats, die Einhaltung lokaler Vorschriften und die Erfüllung des Unterkunftsvertrags. Wir unterstützen dich dabei mit Tools, Vorlagen und bei Bedarf mit Vermittlung.
Wer haftet, wenn Angaben im Inserat nicht stimmen?
Du als Gastgeber. Der Unterkunftsvertrag besteht zwischen dir und dem Gast — wir vermitteln nur. Wenn ein Gast bucht und die Unterkunft nicht dem Inserat entspricht, haftest du gegenüber dem Gast. Halte dein Inserat daher aktuell und wahrheitsgemäß.
Was passiert bei falschen Angaben oder Regelverstößen?
Je nach Schwere kann dein Inserat deaktiviert oder dein Konto gesperrt werden. Wir informieren dich vorab und geben dir die Möglichkeit zur Stellungnahme — es sei denn, ein sofortiges Eingreifen ist zum Schutz von Gästen nötig.
Wie funktioniert die Rückerstattung bei Stornierung?
Rückerstattungen werden automatisch über den Zahlungsdienstleister von deinem Guthaben abgezogen. Bei unzureichendem Guthaben wird der Betrag mit künftigen Zahlungseingängen verrechnet. Die Plattform kann im Notfall den Gast direkt entschädigen und den Betrag anschließend bei dir einfordern.
Kann ich schon als Gastgeber loslegen?
Ja — du kannst dich ab sofort registrieren und deine Unterkunft einstellen. Aktuell sind Unterkünfte in Deutschland, den Niederlanden und Belgien möglich. Weitere Länder folgen schrittweise. Wer jetzt einsteigt, sichert sich dauerhaft den Pionier-Vorteil bei der Provision.
Ab Mai 2026 gelten neue EU-Regeln für Kurzzeitvermietungen. Was bedeutet das für mich?
Die EU-Verordnung 2024/1028 führt eine Registrierungspflicht für Kurzzeitvermietungen ein. Du musst deine Unterkunft bei deiner Kommune registrieren und die Registrierungsnummer in deinem Inserat angeben. Plattformen wie Fairvisit sind verpflichtet, Inserate ohne gültige Nummer zu blockieren und Buchungsdaten an Behörden zu übermitteln. Jeder Mitgliedstaat setzt die Verordnung national um — in Deutschland z. B. über das Kurzzeitvermietungs-Datenaustausch-Gesetz (KVDG) mit der Bundesnetzagentur als zentraler Zugangsstelle. Ob deine Kommune bereits ein Registrierungsverfahren eingerichtet hat, erfährst du bei deiner Stadtverwaltung. Falls du Hilfe bei der Registrierung brauchst, melde dich gerne bei uns — wir unterstützen dich.
Brauche ich eine Genehmigung, um meine Wohnung kurzzeitig zu vermieten?
In sozialen Medien wird oft behauptet, dass „bald" eine Genehmigung nötig sei. Das ist so pauschal nicht richtig. In den meisten EU-Ländern war schon immer eine Genehmigung erforderlich, wenn Wohnraum regelmäßig zur Kurzzeitvermietung genutzt wird — in Deutschland z. B. als baurechtliche Nutzungsänderung, in Österreich über die Bauordnung oder Raumordnung. Neu ist: Durch die EU-Registrierungspflicht ab Mai 2026 (EU-VO 2024/1028) wird es für Behörden einfacher, bestehende Verstöße aufzudecken. Ob du betroffen bist, hängt von deiner Situation ab — gelegentliche private Vermietung deiner selbst bewohnten Wohnung erfordert in der Regel keine Genehmigung. Die EU-Registrierungspflicht gilt aber für alle Unterkünfte, die über eine Plattform angeboten werden — auch bei gelegentlicher Vermietung. Zusätzlich können lokale Regelungen greifen, etwa Zweckentfremdungssatzungen in Deutschland oder touristische Widmungsvorschriften in Österreich. Bei Unsicherheit wende dich an deine zuständige Gemeinde- oder Stadtverwaltung.
Darf ich als Mieter meine Wohnung über Fairvisit vermieten?
Ja — sprich am besten vorab mit deinem Vermieter. In den meisten Fällen lässt sich eine unkomplizierte Lösung finden, vor allem wenn du gelegentlich dein Zimmer während des Urlaubs vermietest. Per individueller Vereinbarung könnt ihr auch festlegen, dass du dabei einen Gewinn erzielen darfst. Falls dein Vermieter sich querstellt: In vielen EU-Ländern haben Mieter ein gesetzliches Recht auf Untervermietung — in Deutschland etwa darf der Vermieter laut BGH eine Untervermietung zur Kostendeckung in der Regel nicht ablehnen. Die genauen Regeln unterscheiden sich je nach Land. Unser Tipp: Erst reden, dann Rechte. Wir helfen dir gerne mit einer passenden Formulierung für deinen Vermieter. Für Eigentümer gelten diese Einschränkungen ohnehin nicht.
Ab wann gilt meine Vermietung als gewerblich?
Die gelegentliche private Vermietung deiner eigenen Wohnung ist in der Regel kein Gewerbe. Gewerblich wird es typischerweise, wenn du hotelähnliche Zusatzleistungen anbietest (z. B. Frühstück, tägliche Reinigung) oder mehrere Objekte dauerhaft vermietest. Ab wann genau eine Gewerbeanmeldung oder steuerliche Registrierung nötig wird, unterscheidet sich je nach Land — die Grenzen sind fließend und hängen von deiner individuellen Situation ab. Im Zweifel empfehlen wir, eine Steuerberatung zu konsultieren.
Muss ich eine Kurtaxe oder Tourismusabgabe erheben?
Das hängt von deinem Standort ab. Viele Gemeinden und Städte erheben eine Kurtaxe, Bettensteuer oder Tourismusabgabe — die Bezeichnung, Höhe und Regelung variieren stark. In manchen Orten bist du als Gastgeber verpflichtet, den Betrag vom Gast einzuziehen und an die Gemeinde abzuführen. Informiere dich bei deiner Stadt- oder Gemeindeverwaltung, ob und in welcher Höhe eine Abgabe für deinen Standort gilt. In deinem Fairvisit-Inserat kannst du die Kurtaxe als separate Position angeben, damit deine Gäste vorab Bescheid wissen. Falls du unsicher bist, wo du die richtigen Informationen findest — melde dich bei uns, wir helfen dir gerne weiter.
Wie bin ich als Gastgeber bei Schäden abgesichert?
Deine private Haftpflicht- und Hausratversicherung deckt die Vermietung an Gäste in der Regel nicht ab. Für die Kurzzeitvermietung solltest du folgende Absicherungen prüfen:
- Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht — schützt dich, wenn sich ein Gast in deiner Unterkunft verletzt (ca. 50–150 €/Jahr)
- Inventarversicherung — deckt Möbel und Ausstattung gegen Beschädigung, Diebstahl und Wasserschäden (ca. 100–300 €/Jahr)
- Gebäudeversicherung prüfen — viele Standardpolicen schließen Kurzzeitvermietung aus. Fehlende Meldung an den Versicherer kann deinen Schutz komplett aushebeln
Einige Versicherer bieten FeWo-Komplettpakete an, die alle drei Bereiche abdecken. Wer ohne erforderliche Genehmigung vermietet, riskiert zusätzlich seinen Versicherungsschutz.
Falls ein Gast einen Schaden verursacht:
- Sofort dokumentieren — Fotos mit Zeitstempel, Gesamtaufnahme und Nahaufnahmen
- Schaden innerhalb weniger Tage dem Versicherer melden
- Beschädigte Gegenstände als Nachweis aufbewahren
- Beachte kurze Verjährungsfristen — in Deutschland z. B. nur sechs Monate ab Rückgabe
Bei Fragen zur richtigen Absicherung empfehlen wir, deine Versicherung des Vertrauens zu kontaktieren.