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Fernweg

Westweg

Etappen
17
Gesamtstrecke
rund 285 km

Etappen

Anfang Ziel

Westweg-Etappe 01: Pforzheim - Dobel

Pforzheim Kupferhammer → Dobel

Etappe 1

Am Zusammenfluss der drei Schwarzwaldflüsse Enz, Nagold und Würm liegt die „Goldstadt“ Pforzheim. Die einstige Residenz Badischer Markgrafen und Geburtsort des Humanisten Johannes Reuchlin (1455-1552) ist heute das Zentrum der Deutschen Schmuck- und Uhrenindustrie. Am Kupferhammer beginnen die drei bekanntesten Höhenwanderwege des Schwarzwalds, der West-, der Mittel- und der Ostweg Am Kupferhammer, dem Zusammenfluss von Nagold und Würm, beginnen die drei großen Wege des Schwarzwaldvereins. Wer nicht mit dem Bus dorthin fahren möchte, wandert vom Pforzheimer Hauptbahnhof durch die Innenstadt, überquert die Enz und folgt der Nagold talauf-wärts durch den Stadtgarten bis zur Wandertafel und zur „Goldenen Pforte“ am Beginn der drei Fernwege. Westweg und Mittelweg bleiben der Nagold treu, während sich der Ostweg bereits am Ausgangspunkt ins Würmtal verabschiedet. Auf der Höhe bei der Ruine Hoheneck weisen die roten Rauten nach rechts über den Hämmerlesberg abwärts nach Dillweißenstein. Nach der Nagoldbrücke führt der Weg über den Sonnenberg hinunter ins Enztal und folgt vom Unteren Enzsteg an dem rauschenden Fluss talaufwärts. Bei der Grösselbachfurt helfen mächtige Trittsteine bei der Überquerung des Baches. Auf einem imposanten Umlaufberg der Enz thront das Neue Schloss, hoch über der alten Bergwerksstadt Neuenbürg. Im dort untergebrachten Zweigmuseum des Badischen Landesmuseums sind Szenen des bekannten Schwarzwaldmärchens „Das kalte Herz“ von Wilhelm Hauff zu sehen. Unten in der Neuenbürger Altstadt geht es über die Brücke und den steilen Prallhang der Enz hinauf zum Ortsteil Wilhelmshöhe. Nach einer kurzen Waldpassage folgt oberhalb von Straubenhardt ein aussichtsreicher Weg am Waldrand. Vom Holzturm Schwanner Warte schweift der Blick bis in die Rheinebene und zum Pfälzer Wald. Dann verschwindet der Westweg endgültig in den dunklen Tannenwäldern des Nordschwarzwalds. Hinter der imposanten Felsengruppe des Großen Volzemer Steins erreicht er den Kurort Dobel.

25,4 km ca. 7:45 h — Streckenweg Wandern
Aufstieg
733 m
Abstieg
294 m
Quelle: Schwarzwald Tourismus GmbH · CC BY-SA 4.0

Westweg-Etappe 02: Dobel - Forbach

Dobel → Forbach

Etappe 2

Die zweite Etappe zeigt an einem Tag die typischen Landschaften des Nordschwarzwaldes: rauschende Nadelwälder, großartige Aussichten, moorige Bergkuppen und tief eingeschnittene Flusstäler. Der bedächtige Anstieg von Dobel zum Kaltenbronn ist garniert mit zahlreichen Aussichten, die meistens der Wucht des Orkans Lothar (Weihnachten 1999) zu verdanken sind. Über steile, felsige Pfade steigt der Weg vorbei am Latschigfelsen hinab in das wilde Murgtal nach Forbach Am Ortsrand von Dobel taucht der Westweg wieder in die tiefen Nadelwälder ein. Sanft ansteigend geht es über den Höhenzug zwischen Alb und Eyach dem Kaltenbronn entgegen. Der Westweg verläuft immer unterhalb der Kammlinie, erst zum Weithäuslesplatz, dann aussichtsreich unter dem Schweizerkopf hindurch zur Hahnenfalzhütte. Bei der Langmartskopfhütte erreicht er die Hochebene des Kaltenbronn. Prächtige Aussichten ins Murgtal begleiten den Westweg zur Kreuzlehütte, wo er die Alte Weinstraße quert und das Gasthaus Kaltenbronn ansteuert. Der Kaltenbronn war zu Anfang des 20.Jahrhunderts das bevorzugte Erholungsziel und Jagdrevier des badischen Großherzogs Friedrich I., heute tummeln sich hier im Winter Skifahrer und Langläufer. Der munter über große Granitbrocken springende Kaltenbach begleitet den Westweg hinauf zum Hohloh-See, einem kleinen Hochmoorsee. Der Bohlensteg leitet direkt zum Hohloh-Turm, den der Schwarzwaldverein 1897 auf dem mit 988 Metern höchsten Punkt des weitläufigen Hochplateaus errichtete. Nach einem steilen Abstieg offenbart sich auf der Kanzel des Latschigfelsens der volle Höhenunterschied zum Murgtal. Die Murg hat sich einen tiefen felsigen Canyon gegraben. Im Kauersbachtal oberhalb von Gausbach stehen die charakteristischen hölzernen Heuhütten, die Einwanderer aus Tirol mitbrachten. In ihnen konnte das gemähte Gras trocknen und im Winter brachten es die Bauern mit Schlitten ins Tal. Der Panoramaweg über Gausbach zeigt die liebliche Seite des Murgtals, bevor die Etappe an der historischen Holzbrücke in Forbach endet.

25,9 km ca. 8:15 h — Streckenweg Wandern
Aufstieg
547 m
Abstieg
943 m
Quelle: Schwarzwald Tourismus GmbH / Christoph Kunz · CC BY 4.0 Wegbeschreibung öffnen (externer Link)

Westweg-Etappe 03: Forbach - Unterstmatt

Forbach → Unterstmatt (Bühl)

Etappe 3

Der Schwarzwald-Hauptkamm ruft! Über Badener Höhe und Hochkopf stößt der Westweg auf seiner dritten Etappe in die höchsten Regionen des Nordschwarzwaldes vor. Das Klima wird spürbar rauer, die Berge steiler und die Wege knorriger. Verwunschen liegt der Herrenwieser See von Märchenwald umgeben. Und entlang der Schwarzwaldhochstraße kommt der Westweg in Topform – mit Aussicht ins Rheintal. Von der historischen Holzbrücke über die Murg führt der Westweg gerade durch die Forbacher Altstadt. Vorbei an der Maria-Hilf-Kapelle steigt er durch eines der romantisch-stillen Heuhüttentäler aufwärts. Der erste Anstieg über 450-Meter Höhenmeter zur Wegscheid geht früh morgens ordentlich in die Beine. Beim sanften Abstieg hinunter zur Schwarzenbach-Talsperre können die Waden wieder entspannen. Die Talsperre, der größte See im Nordschwarzwald, speist das Pumpspeicherkraftwerk Forbach, dessen gewaltige Druckrohrleitungen hinab ins Murgtal nur einem kurzen Abstecher vom Westweg entfernt liegen. 350 weitere Höhenmeter machen den langen Aufstieg aus dem Murgtal bis auf die ersten „Tausender“ des Nordschwarzwalds perfekt. Der steile felsige Pfad auf den Seekopfs (1.001m) führt am stillen Herrenwieser See vorbei, dessen 170 Meter hohe Karwand als die höchste im Nordschwarzwald gilt. Am Gedenkstein für Philipp Bussemer, einem der beiden Pioniere des Schwarzwaldvereins bei der Erstmarkierung des Westwegs, lädt ein stilles Bänkchen unter den Rhododendren zur Rast ein. Nur einen Meter höher ist die Badener Höhe (1.002 m) mit dem weithin sichtbaren Friedrichsturm. Beim Kurhaus Sand, einem von zahlreichen einst prächtigen, jetzt langsam verfallenden Höhenhotels, trifft der Westweg auf die Schwarzwaldhochstraße, die er bis zum Hundseck begleitet. Ein letzter Anstieg bringt den Wandernden auf den Hochkopf, dem ersten Grindengipfel am Westweg. Durch eine urige Hochmoorund Heidelandschaft führt der Weg hinab zum Kurhaus Unterstmatt.

19,6 km ca. 7:00 h — Streckenweg Wandern
Aufstieg
1008 m
Abstieg
382 m
Quelle: Schwarzwald Tourismus GmbH · CC0 1.0 Wegbeschreibung öffnen (externer Link)

Westweg-Etappe 04: Unterstmatt - Alexanderschanze

Etappe 4

Die Etappe über den Grindenschwarzwald führt über die höchsten Gipfel des Nordschwarzwaldes. Auf einer Höhe von über 1.000 Meter folgt der Wandernde im steten Auf und Ab dem Hauptkamm des Nordschwarzwalds. Die einzigartige Grindenlandschaft sowie überwältigende Ausblicke ins fast 1.000 Meter tiefer liegende Rheintal machen diese Etappe zu einem der Höhepunkte des Westwegs. Grinden nennt man die kahlen, hochmoorigen Hochflächen auf den Kuppen des Nordschwarzwalds. Sie sind im Mittelalter durch intensive Beweidung entstanden und mit Borstengras, Heidekraut und Latschenkiefern bewachsen. Heute werden die Grinden mit gezielten Ausrodungen und einer Wiederbelebung der Viehhaltung erhalten. Von Unterstmatt schlängelt sich ein schmaler Pfad zum Gasthaus Ochsenstall und steigt dann hinauf zum mächtigen Fernsehturm auf dem Hochplateau der Hornisgrinde, dem höchsten Berg im Nordschwarzwald. Am höchsten Punkt des Plateaus steht der kleine Bismarckturm. Am südlichen Moorende, oberhalb des Mummelsees hat der Schwarzwaldverein 1910 den großen Hornisgrindeturm errichtet, der nach dem Abzug des französischen Militärs seit 2005 wieder für Besucherinnen und Besucher geöffnet ist. Hinter dem mystischen Mummelsee durchquert der Westweg die vom Sturm Lothar kahl gefegten Hänge des Altsteigerskopfs. Die gemütliche Darmstädter Hütte verlockt zu einer Einkehr. Knapp einen Kilometer weiter leuchtet der im Bannwald liegende dunkle Wildsee wie eines der Augen des Nordschwarzwaldes. Das Naturzentrum am Ruhestein erklärt anschaulich die Geschichte der Grindenlandschaft, die sich am flach geschliffenen Schliffkopf (1.055m) auf typische Art präsentiert. Mit welch unvorstellbarer Wucht der Sturm Lothar an Weihnachten 1999 über den Schwarzwald gefegt sein muss, ist eindrucksvoll am Lotharpfad zu bestaunen. Der kleine Rundweg klettert über die abgeknickte Bäume und kriecht durch das wieder aufkommende Unterholz. Die Röschenschanze an der Zuflucht und die Alexanderschanze aus dem 18. Jahrhundert zeugen von stürmischen Zeiten ganz anderer Art im Nordschwarzwald.

27,9 km ca. 8:45 h — Streckenweg Wandern
Aufstieg
709 m
Abstieg
670 m
Quelle: Schwarzwald Tourismus GmbH · CC BY 4.0

Westweg-Etappe 05: Alexanderschanze - Hark

Freudenstadt-Kniebis (Alexanderschanze) → Hark

Etappe 5

Wald, Wald, Wald. Von der Alexanderschanze bis zum Harkhof erstreckt sich ein einsamer bewaldeter Bergrücken. Die Wunden des Orkans Lothar sorgen für Aussichtspunkte. Einige hübsche Perlen liegen am Weg, wie zum Beispiel der Glaswaldsee, eines der „blauen Augen“ des Nordschwarzwaldes. Steile Karwände verleihen dem See etwas Mystisches. Und unweit davon liegt der Klagstein, auf dem sich angeblich unerklärliche Vertiefungen befinden. Direkt am Parkplatz der Alexanderschanze verschwindet der Westweg auf einem schmalen Pfad im Dickicht. Hinter dem Wolfursprung erreicht der Weg wieder den oberen Rand des tiefen eingeschnittenen Renchtals. Auf breiten Wegen geht es nun am Talrand entlang. Am Bauernkopf bietet sich ein besonders schöner Blick in das Renchtal auf Bad Griesbach und die dem Rhein zugewandten Schwarzwaldberge um den Mooskopf. Bei guter Thermik starten hier die Gleitschirm- sowie Drachenfliegenden. Schon wenige Schritte später ist die Wegkreuzung Graseck erreicht. Hier zweigt der Abstecher zur Teufelkanzel ab, einer Felsformation mit Dächern und Absätzen, die auf einem alpinen Felsensteig erklommen werden. Der Westweg bleibt auf der Kammhöhe und zieht an der Hildahütte vorbei auf einem schmalen Waldweg durch eine herrlich stille und ursprüngliche Landschaft zur Lettstädter Höhe (966m). Unterhalb der breiten Hochebene liegt der herrliche Glaswaldsee versteckt in seinem Kar. Wem der Blick auf den See nicht genügt, steigt die 200 Meter hinab bis zum Seeufer. Beim Abstieg zum tief eingeschnittenen Freiersbergsattel führt ein zehnminütiger Abstecher hinauf zum mystischen Klagstein, der hoch über dem fast unberührten Wildschapacher Tal über die Baumwipfel ragt. Ein herrlicher Aussichts- und Rastplatz! An der Littweger Höhe wechselt der Westweg auf die Südseite des Kamms. Erst an der Lichtung bei der Harkhöhe verlässt er den tiefen Wald wieder. Im Gasthaus Hark, weitab aller Orte und Straßen kann ein Schwarzwälder Abend in aller Ruhe am Kamin in der guten Stube ausklingen.

17,1 km ca. 5:30 h — Streckenweg Wandern
Aufstieg
388 m
Abstieg
652 m
Quelle: Schwarzwald Tourismus GmbH · CC0 1.0

Westweg-Etappe 06: Hark - Hausach

Etappe 6

Die 6. Etappe stößt tief in die Mitte des Schwarzwaldes vor. Bis zum exponierten ins Kinzigtal vorgeschobenen Spitzfelsen folgt der Weg dem schmalen Kamm zwischen Wolftal und dem Einbachtal, das vom Brandenkopf herabkommt. Der 945 m hohe Brandenkopf mit seinem hohen Aussichtsturm lohnt einen Umweg, zumal auf seinem Gipfel auch das bewirtschaftete Schwarzwaldvereins-Wanderheim steht. Beim Harksattel oberhalb vom Gasthaus Hark trifft der Wandernde wieder auf den Westweg. Über die Bergwiesen führt der Weg in den Wald hinein und um den Regeleskopf herum zum Kreuzsattel. Kurz danach, beim Wegweiser „Am Reiherskopf“ zweigt die Brandenkopf-Variante des Westwegs ab. Der Hauptweg führt östlich im Hang des Reiherskopfs zum Hirzwasen. Die Variante umgeht den Reiherskopf nördlich und quert bei der Steiglehütte die Brandenkopfstraße. Von dort geht es durch dichten Wald und an moosbewachsenen Steinblöcken vorbei hinauf zum Aussichtsturm und zum Gasthaus am Gipfel des Brandenkopfs. Der Abstieg führt nun gemeinsam mit dem Hansjakob-Weg knapp unter der Bettelfrau vorbei zum Hirzwasen. Von nun an bleibt der Westweg dem Kammverlauf zwischen dem lieblichen Einbachtal und dem Tal der Wolf treu. Mal rechts, mal links des Kammes überschreitet er die Hesselbacher Höhe, den Burzbühl (713m) und den Ebenacker- Sattel und erreicht die romantisch auf einem Felsen gelegene Hohenlochenhütte. Ein Holzschild „Aussicht“ zeigt den kurzen Abstecher zum Hohenlochen (689m) an, vom dem sich eine schöne Aussicht ins Wolftal bietet. Beim Osterbachsattel verlässt der Westweg den Wald, unten liegt der Käppelehof inmitten von Obstwiesen. Hinter dem Weißen Kreuz und einem hübschen Weg am Waldrand steigt der schmale Waldpfad hinauf zum markanten Spitzfelsen. Der Blick vom Kreuz auf das nahe Hausach und in die Seitentäler der Kinzig entschädigt für alle Mühe. Enge Spitzkehren leiten am Waldrand hinab zur Kinzig, von wo es über den Kinzigsteg nur noch wenige Meter nach Hausach sind.

16,0 km ca. 5:30 h — Streckenweg Wandern
Aufstieg
365 m
Abstieg
819 m
Quelle: Schwarzwald Tourismus GmbH · CC BY-SA 4.0

Westweg-Etappe 07: Hausach - Wilhelmshöhe (Schonach)

Etappe 7

Hausach markiert die Halbzeit des Westweges. Das Kinzigtal ist das Herz des Mittleren Schwarzwaldes. Im nahen Gutach liegt übrigens die Heimat des berühmten Bollenhutes. Die Etappe ist lang und anstrengender als erwartet. Farrenkopf, Prechtaler Schanzen, Huberfelsen und Karlstein wollen in teilweise sehr steilen und mühsamen Anstiegen erklommen sein. Vom Karlstein an bleibt der Westweg auf der Höhe und erreicht im beschaulichen Auf und Ab die Wilhelmshöhe. Schon kurz nach dem Start in Hausach folgt der erst Zwischenstop bei der Burg Husen. Von hier bietet sich nach einmal ein schöner Blick auf die Stadt und das Kinzigtal. Markant thronen Bergfried und Teile der Palasmauer der einstigen Zähringer Burg über der Stadt. Erbaut zum Schutz der umliegenden Silbergruben wurde sie im Dreißigjährigen Krieg von Weimarer Truppen zerstört. Bis zur Haseman-Hütte auf dem Farrenkopf (789m) warten nun noch mehr als 500 zuletzt sehr steile Höhenmeter auf den Wanderer. Der Westweg verläuft weiter konsequent auf dem mitunter überraschend schmalen Bergrücken mehr Aufwärts als Abwärts nach Süden. So kommen im Laufe der Strecke über 1.100 Höhenmeter zusammen. Eine stolze Tagesleistung! Unterwegs zeugen Schanzenanlagen am Büchereck, auf dem Höchst und auf der Hirschlache von den unruhigen Zeiten des spanischen Erbfolgekriegs zu Beginn des 18. Jahrhunderts. Vom schiffsbugartigen, mit Eschen, Birken und Vogelbeeren bewachsenen Huberfelsen bietet sich eine schöne Aussicht ins Tal der Elz. Höhepunkt der Etappe ist der mit Geländern gesicherte kurze Felsensteig auf den 25 Meter hohen Granitblock des Karlstein (964m). Beim Blick nach Süden liegen die von Wiesen umgebenen Einzelhöfe wie Inseln im dunklen Nadelwald. 10 Minuten weiter kann das bisher Geleistete mit einer deftigen Vesper im Gasthaus „Schöne Aussicht“ belohnt werden. Der Westweg bleibt nun auf der Höhe. Das Ziel ist nahe. Vorbei an der Gaststätte „Zum Karlstein“ endet die Etappe an der Wilhelmshöhe über dem traditionsreichen Wintersportort Schonach.

21,2 km ca. 7:45 h — Streckenweg Wandern
Aufstieg
1181 m
Abstieg
448 m
Quelle: Schwarzwald Tourismus GmbH · CC BY 4.0

Westweg-Etappe 08: Wilhelmshöhe (Schonach) - Kalte Herberge

Etappe 8

Der sanft gewellte, breite Kammverlauf zwischen Rohrhardsberg und Brend und weiter zum Titisee bildet einen der mächtigsten Höhenzüge im Mittleren Schwarzwald. Er ist zugleich die Europäische Wasserscheide zwischen Rhein und Donau. So sanft die Höhen von Osten ansteigen, so abrupt und wild zerrissen stürzen die Westflanken ins tief liegende Simonswäldertal ab, was besonders am Brend für großartige Aussichten sorgt. An der der Wilhelmshöhe durchschreitet der Wanderer das mächtige Portal aus Findlingen. Vorbei am Wolfbauernhof mit dem Longinuskreuz führt der Westweg zum Blindensee. Auf dem Bohlenpfad durch das Hochmoor ist es am frühen Morgen besonders schön, wenn im ersten Sonnenlicht noch die Tautropfen der Nacht im Wollgras und in den Zweigen der Krüppelkiefern hängen. Hinter der Weißenbacher Höhe wechselt der Weg durch die kleine Senke des Elztals hinüber zum Hauptkamm zwischen Donau und Rhein. Vorbei an der kleinen Elzquelle wird an der Martinskapelle eine Quelle von geradezu historischer Bedeutung erreicht. Hier entspringt unter einem Felsen die Breg, die sich bei Donaueschingen mit der Brigach zur Donau vereinigt. Der kurze Abstecher zur Bregquelle gehört zum Pflichtprogramm eines jeden Westweg-Wanderers! Wieder am Weg ist der Günterfelsen direkt am Weg das nächste Ziel. Die mächtigen Granitfelsen liegen versteckt inmitten des Waldes. Aussicht gibt es hier nicht. Die bietet sich vom nahen Aussichtsturm am Brend (1.149m). Besonders der Blick nach Westen zum wuchtigen Kandel und nach Süden zum Feldberg schürt die Vorfreude auf die kommenden Etappen. An besonders klaren Tagen präsentiert sich sogar der nahezu gesamte Westalpenkamm von der Zugspitze bis zum Mont Blanc. Hinweis: Kurz nach dem Aussichtsturm Brend zweigt der Weg zu "Artwood" ab. Dort kann man ein spezielles Westweg-Shirt erstehen. s. "Tipp des Autors". Abwechselungsreich zwischen Wald und Wiesen folgt der Westweg weiter der Europäischen Wasserscheide bis zum Neueck. Hier trifft man auf das südliche Teilstück der B 500, die – wie auch der Westweg – den Schwarzwald von Nord nach Süd durchquert. In ihrer Nähe, mal links, mal rechts davon, geht es am Hohlen Bildstöckle vorbei bis zur Kalten Herberge.

22,0 km ca. 6:45 h — Streckenweg Wandern
Aufstieg
471 m
Abstieg
425 m
Quelle: Schwarzwald Tourismus GmbH · CC BY-SA 4.0

Westweg-Etappe 09 (Ost): Kalte Herberge - Feldberg - Bärental

Kalte Herberge → Feldberg-Bärental

Etappe 9

Bis zum Titisee folgt der Westweg noch der Europäischen Wasserscheide. Dort trennt sich der Westweg in zwei Hauptstrecken. Während die westliche Route über den Feldberg, den Belchen und den Blauen auf Basel zustrebt, überschreitet die östliche Route das Herzogenhorn, den Blössling und die Hohe Möhr, um über den geologisch interessanten Dinkelberg die Schweizer Stadt am Rheinknie anzusteuern. Von der Kalten Herberge folgt der Westweg der östlichen Seite der B 500, anfangs oberhalb später unterhalb der Straße. Beim Lachenhäusle verliert sich der Blick im tief eingeschnittenen Simonswälder Tal. Wenige Kilometer weiter sind deutlich die Reste einer Verteidigungsanlage an der Türkenlouis-Schanze auf dem Hohlen Graben (1.045m) im Fichtenwald zu erkennen. Mit herrlicher Aussicht nach Süden umrundet der Weg den Doldenbühl (1.098m) und steuert nun über die aussichtsreiche Fahrenhalde die unscheinbare Weißtannenhöhe (1.190m) an. Rechts unten liegt Bernau, überragt vom Horizont füllenden Feldbergmassiv. Über die Fürsatzhöhe und das urige Wanderheim Berghäusle führt der Weg hinab zum Oberaltenweg mit seinen typischen Schwarzwaldbauernhäusern. Mit jedem Schritt in Richtung Titisee schiebt sich für alle, die noch nicht schlüssig sind, die Frage nach dem „wie-weiter“ mehr und mehr in den Vordergrund. Denn am Kurhaus in Titisee trennt sich der Westweg in zwei Varianten. Östliche Route: Auf der geschäftigen Seestraße umrundet die östliche Variante den See am südlichen Ufer. Hinter den Campingplätzen an der Seebachmündung steigt der Weg stetig unterhalb der Bahnlinie bis nach Feldberg-Bärental hinauf.

27,3 km ca. 8:15 h — Streckenweg Wandern
Aufstieg
534 m
Abstieg
586 m
Quelle: Schwarzwald Tourismus GmbH · CC BY-SA 4.0

Westweg-Etappe 09 (West): Kalte Herberge - Hinterzarten

Etappe 9

Am berühmten Titisee trennt sich der Westweg in zwei Hauptstrecken. Während die westliche Route über den Feldberg, den Belchen den Blauen Basel ansteuert, verläuft die östliche Route südlich am höchsten Schwarzwaldberg vorbei, überschreitet das Herzogenhorn und den Blössling, um über den geologisch interessanten Dinkelberg die Schweizer Stadt am Rheinknie anzusteuern. Von der Kalten Herberge folgt der Westweg der östlichen Seite der B 500, anfangs oberhalb später unterhalb der Straße. Beim Lachenhäusle verliert sich der Blick im tief eingeschnittenen Simonswälder Tal. Wenige Kilometer weiter sind deutlich die Reste einer Verteidigungsanlage an der Türkenlouis-Schanze auf dem Hohlen Graben (1.045m) im Fichtenwald zu erkennen. Mit herrlicher Aussicht nach Süden umrundet der Weg den Doldenbühl (1.098m) und steuert nun über die aussichtsreiche Fahrenhalde die unscheinbare Weißtannenhöhe (1.190m) an. Rechts unten liegt Bernau, überragt vom Horizont füllenden Feldbergmassiv. Über die Fürsatzhöhe und das urige Wanderheim Berghäusle führt der Weg hinab zum Oberaltenweg mit seinen typischen Schwarzwaldbauernhäusern. Mit jedem Schritt in Richtung Titisee schiebt sich für alle, die noch nicht schlüssig sind, die Frage nach dem „wie-weiter“ mehr und mehr in den Vordergrund. Denn am Kurhaus in Titisee trennt sich der Westweg in zwei Varianten. Westliche Route: Die westliche Variante wendet sich direkt zum See hinunter, folgt dem Uferlauf nach Westen und klettert mit schönen Blicken auf den See bis auf die Keßlerhöhe (1.017m). Von dort ist es ein Katzensprung bis zum Turm der berühmten Adlerschanze hoch über Hinterzarten, der Heimat der erfolgreichen „Schwarzwaldadler“. Vom Scheibenfelsen führt ein schmaler Pfad steil abwärts nach Oberzarten.

25,6 km ca. 8:00 h — Streckenweg Wandern
Aufstieg
602 m
Abstieg
715 m
Quelle: Schwarzwald Tourismus GmbH · CC0 1.0

Westweg-Etappe 10 ost (Feldberg / Bärental - Todtmoos / Weißenbachsattel)

Feldberg - Bärental → Todtmoos - Weißenbachsattel

Etappe 10

Mit vier hohen Schwarzwaldbergen präsentiert sich die östliche Variante von ihrer schönsten Seite. Zweiseenblick, Herzogenhorn, Blössling und Hochkopf garantieren höchsten Naturgenuss, verlangen zugleich aber auch einiges an Kondition und Durchhaltevermögen. Am Abend kann man im Waldhotel Auerhahn "Hochkopfhaus" bei einer guten Flasche badischem Wein neue Kräfte sammeln.

25,0 km ca. 8:45 h — Streckenweg Wandern
Aufstieg
1018 m
Abstieg
907 m
Quelle: Black Forest Tourism Agency GmbH · CC BY-SA 4.0 Wegbeschreibung öffnen (externer Link)

Westweg: Etappe 10 West (Hinterzarten - Wiedener Eck)

Etappe 10

Die Königsetappe des Westwegs ist ohne Zweifel die Überschreitung des Feldbergs von Ost nach West. Oben am windumtosten Gipfel, auf dem höchsten Punkt der Deutschen Mittelgebirge, macht sich nicht nur bei Westwegwanderern ein wohliges Gipfelstürmergefühl breit. Manch einer würde wohl gerne länger verweilen und den grandiose Rundblick genießen, wäre da nicht noch der lange Weg zum Wiedener Eck. Von Oberzarten folgt der Westweg zunächst dem romantischen Zartenbachtal. Wegweiser zeigen einen kurzen Abstecher zum hübschen Mathisleweiher an, einem einstigen Flößerteich. Langsam ansteigend wird die Lichtung „Am Feldberg“ erreicht, wo einzelne Waldbauernhöfe stehen. Am Rufenholzplatz  beginnt der Weg deutlicher zu steigen. Aus dem Forstweg wird allmählich ein alpiner Steig durch urwaldartigen Fichtenwald. Auf dem Rücken der ungeheuren Wände des Feldseekars gewährt der Wald ab und an Blicke auf den tief unten liegenden, grün schimmernden Feldsee. Oberhalb der Waldgrenze steigt der Weg durch das Grüble, in dem selbst im Sommer noch Schnee liegen kann, in den weiten Sattel zwischen Seebuck zur Linken und Feldberg-Gipfel zur Rechten. Gute zwanzig Minuten später ist „der Höchste“ im Schwarzwald erreicht. Die Aussichtsinsel am 1.495 Meter hohen Feldberg markiert den höchsten Punkt Deutschlands außerhalb der Alpen. Dementsprechend fulminant ist bei gutem Wetter der 360 Grad Panoramablick: Im Norden und Osten verlieren sich die Schwarzwaldhöhen am Horizont, im Westen schweben die Vogesen scheinbar über der Rheinebene, Schaustück ist aber das breit gelagerte Alpenpanorama im Süden. Als schmaler Pfad mit hohen Stufen steigt der Westweg zur St. Wilhelmer Hütte ab, von der er dem verbindenden Bergrücken bis zum Belchen folgt. Der kahle und lang gestreckte Kamm des Stübenwasen (1.386m)  beeindruckt mit einem herrlichen Alpenpanorama. Hinter der Passhöhe Notschrei steigt der Weg noch einmal an, umrundet den Trubelsmattkopf und erreicht über freie Wiesenhänge das Wiedener Eck.

26,3 km ca. 8:30 h — Streckenweg Wandern
Aufstieg
817 m
Abstieg
688 m
Quelle: Black Forest Tourism Agency GmbH · CC0 1.0

Westweg-Etappe 11 ost Weißenbachsattel (Todtmoos)- Schweigmatt (Schopfheim)

Weißenbachsattel (Todtmoos) → Schweigmatt (Schopfheim)

Etappe 11

Beim Abstieg vom Hochkopf bis nach Schweigmatt erlebt der Wandernde die ganze Landschaftsvielfalt des Südschwarzwaldes: von den Bergwiesen bei Todtmoos über die lockeren Mischwälder und aussichtsreichen Waldränder bei Gersbach bis hin zu den ersten Streuobstwiesen. Und als Höhepunkt lockt der Turm der Hohen Möhr mit herrlichem Fernblick auf die Schweizer Alpenkette und den Schweizer Jura sowie auf den tief unten liegenden Dinkelberg. Am Weißenbachsattel passiert der Westweg das „Tor zum Wehratal“ und führt dann hinunter zur Hochkopfhütte. Von dort steigt er durch Fichten- und Erlenwald sowie über duftende Bergwiesen sanft bergauf nach Todtmoos-Lehen. Hinter St. Antoni verschwindet der Weg tief im Wald. Mal nördlich mal südlich umgeht er die dicht bewaldeten Kuppen der Kammlinie und passiert das Altensteiner Kreuz, ehe er an den Schwellen  wieder aus dem Dunkelgrün auftaucht. Entlang des Waldrandes über die Schwellen bietet sich ein fantastischer Blick nach Süden auf die Sonnenterrasse Gersbach und bis zum Schweizer Jura. Voraus sieht man bereits die Hohe Möhr mit dem charakteristischen Turmbau auf dem Gipfel. Beim Sandwürfesattel beginnt der Anstieg auf den letzten hohen Schwarzwaldgipfel. Zuletzt schraubt sich der Pfad in zahlreichen Serpentinen nach oben. Ein kurzer Abstecher zu einem Quell- Brunnen verspricht Abkühlung, ehe der 1893 aus Stein und Holz erbaute Aussichtsturm auf der Hohen Möhr (983m) erreicht ist. Dank der Plattform auf 25 Meter Höhe kann der Westweg-Wanderer noch einmal einen „Tausender“ erklimmen. Die 144 Stufen werden durch eine weite Panoramaschau über den Südwestzipfel des Schwarzwaldes belohnt. Vom Turm aus geht es stets den vertrauten roten Rauten folgend durch den Wald bergab, den der Weg erst beim Berggasthaus Waldhaus wieder verlässt. Wie ein Adlerhorst klebt Schweigmatt am steilen Südwesthang der Hohen Möhr. Mit dem Blick auf den Dinkelberg, über den die abschließenden Etappen nach Basel verlaufen, verabschiedet sich der Wanderer langsam vom Schwarzwald.

18,4 km ca. 6:00 h — Streckenweg Wandern
Aufstieg
395 m
Abstieg
739 m
Quelle: Black Forest Tourism Agency GmbH · CC0 1.0 Wegbeschreibung öffnen (externer Link)

Westweg: Etappe 11 West (Wiedener Eck - Kandern)

Westwegportal Wiedener Eck in Wieden → Kandern

Etappe 11

Mit Belchen und Blauen stehen zwei der großen Schwarzwaldgipfel auf dem Programm. Der Belchen gilt als einer der schönsten, ursprünglichsten und alpinsten Gipfel im Südschwarzwald. Sein wuchtiges Bergmassiv überragt mit gewaltigen Wald- und Schrofenflanken die umliegenden Täler. Der Blauen dagegen schiebt sich schon weit in die Rheinebene vor. Beim Abstieg ins Markgräflerland heißt es dann langsam Abschied vom Schwarzwald nehmen. Vom Wiedener Eck umrundet der Westweg auf schmalen Pfaden den Heidstein und steigt dann durch die steilen Berghänge zur Krinne ab. Mit dem Belchen baut sich nun der Kronprinz der Schwarzwaldberge auf. Ein steiler, steiniger und alpiner Steig zieht 2D angereichert mit Tiefblicken in das Münstertal 2D durch den Bergwald bergauf, bis die kahle Gipfelkuppe erreicht ist. Vom Waldrand führt ein Abstecher direkt auf den Gipfel (1.414m). Der Westweg verläuft parallel am Hang zum Belchenhaus, das seit 1898 das höchstgelegene Gasthaus Baden-Württembergs ist. Was für eine Schau! Von der Gipfelkuppe fliegt der Blick über den gesamten südlichen Schwarzwald bis zu den schimmernden Eisriesen der Alpen. 700 Meter weiter unten breiten sich das Kleine und das Große Wiesental mit seinen idyllisch gelegenen Dörfern aus. Durch einen einzigartigen Bergwald mit Mehlbeeren und Ebereschen geht es oberhalb der 22Südwand22 des Belchen zunächst langsam, später steil abwärts. Im felsigen Steilhang der Hohen Kelch wird es richtig anspruchsvoll. Ein paar Geländer helfen über exponierte Stellen hinweg. An der Dekan-Strohmeyer-Kapelle vorbei verläuft der Weg am Waldrand entlang bis zum Haldenhof. Beim Aufstieg zum Parkplatz Kreuzweg schlängelt sich der schmale Weg um den Weiherfelsen. Es folgt ein erholsames Stück auf stillen Waldpfaden bis zum Müllheimer Egerten. Von dort führt der Weg durch die steile Nordflanke hinauf zum eisernen Blauenturm (1.165m). Ab jetzt geht es nur noch bergab! Die Strecke über den mystischen Hexenplatz und die Burgruine Sausenburg ist so kurzweilig, dass Kandern schneller erreicht ist als gedacht.

31,9 km ca. 11:30 h — Streckenweg Wandern
Aufstieg
1053 m
Abstieg
1740 m
Quelle: Schwarzwald Tourismus GmbH · CC BY-SA 4.0 Wegbeschreibung öffnen (externer Link)

Westweg-Etappe 12 (Ost) Schweigmatt - Oberminseln

Schweigmatt → Degerfelden

Etappe 12

Geologisch betrachtet gehört der Dinkelberg nicht mehr zum Schwarzwald. Mit seinem löcherigen Karstboden ist er ein eigenständiger kleiner Bergstock, der zahlreiche landschaftliche Besonderheiten aufweist. Die intensive landwirtschaftliche Nutzung mit Wald, Wiesen, Obstbäumen und Feldern machen die Etappe über den lang gestreckten Rücken des Dinkelberges trotz der oftmals breiten Wirtschaftswege zu einem kurzweiligen Unterfangen. Von Schweigmatt leiten steile Pfade zunächst über Bergwiesen und dann durch den Buchenwald hinunter zum Schammernbach. Am Ortsrand von Hasel biegt der Westweg rechts ab und quert den Entengraben, hinter dem der eigentliche Dinkelberg mit Feldern, Wiesen und Streuobstwiesen beginnt. Der Weg führt nun durch eine von vielen, teilweise steilen Bodenvertiefungen geprägte Landschaft. Es handelt sich um die Überreste von Dolinen, Einsturztrichter von darunter liegenden Hohlräumen im durchlöcherten Karst. Nach Überquerung der Bundesstraße erreicht man den Eichener See falls er berhaupt zu sehen ist. Denn der Eichener See ist ein nur temporr auftretender Karstsee, der unabhängig von der Wetterlage durch unregelmiges Grundwasser gespeist wird. Weiter folgt der Weg der Hhe des Dinkelberges, mal ber Wiesen und an Obstplantagen vorbei, dann wieder durch Wald. Endlich ist nach einem kurzen steilen Anstieg der hchster Punkt des Kalkstockes erreicht: die Hohe Flum (536m). Vom Aussichtsturm geht der Blick ber die umliegenden Streuobstwiesen ins nahe Wiesental oder Rheintal sowie zurck zur Hohen Mhr, die nun schon weit weg erscheint. Anschlieend steigt man nach Oberminseln ab.

20,2 km ca. 6:00 h — Streckenweg Wandern
Aufstieg
243 m
Abstieg
592 m
Quelle: Schwarzwald Tourismus GmbH · CC0 1.0

Westweg-Etappe 12 (West): Kandern - Basel

Etappe 12

Durch das liebliche Markgräfler Land strebt der Westweg seinem Ziel in Basel zu. Die wildromantische Wolfschlucht, herrliche Buchenwälder, kleine Weinberge und die mächtige Burgruine Rötteln liegen am Weg. Über den aussichtsreichen Tüllinger Berg steigt der Westweg hinab zum Flüsschen Wiese. Überraschend grün geht es in die Schweizer Metropole am Rheinknie bis zum Badischen Bahnhof in Basel. Von Kandern folgt der Westweg zunächst dem Kandertal. Am Hang der Kander haben sich Felsen abgespalten und bilden die Wolfsschlucht. Durch enge Felsdurchlässe und steile Hänge führen schmale Pfade unter dem Dach der mächtigen Buchen mal aufwärts, mal abwärts bis nach Hammerstein. Erste Weinberge begleiten den Wanderer über Egerten bis zur Baselblick-Hütte oberhalb von Wollbach. Hinter dem schmucken Markgräfler Dörfchen verschwindet der Weg im Wald und steuert auf dem Flachslandweg die mächtig über Lörrach stehende Burgruine Rötteln an. Die Burg, die nach dem Baseler Erdbeben 1356 in ihrer heutigen Größe aufgebaut wurde, ist eine der größten Burganlagen Südbadens. Der Aufstieg auf den staufischen Bergfried lohnt sich – schon wegen des Ausblicks über die Burg, die Stadt und das Wiesental. Auch die nahe Kirche von Rötteln ist sehenswert. In der über 1.250 Jahre alten Kirche finden sich in einer gewölbeüberspannten Kapelle die Grablegungen des Markgrafen Rudolf III. von Baden und seiner Gemahlin. Durch Turmringen hindurch geht es auf den Tüllinger Berg zur aussichtsreich gelegenen Daur-Hütte. Bei der Wanderung am Waldrand bis zur Tüllinger Höhe öffnen sich ständig neue Ausblicke auf das Wiesental, den Dinkelberg und die Stadt Lörrach. Wenig später bietet sich von der Terrasse der Ottilien-Kirche von Obertüllingen ein herrlicher Blick nach Basel. Durch die Schweizer Weinberge wird das Flüsschen Wiese erreicht. Der Wiesedamms leitet durch die Langen Erlen bis zum gleichnamigen Tierpark, von wo es nur noch wenige Minuten bis zum Badischen Bahnhof sind. BITTE BEACHTEN SIE: Mit dem Überqueren der Grenze in die Schweiz passt sich die Wegemarkierung des Westwegs an die Schweizer Wanderwegemarkierung an. Bis zum Endpunkt am Badischen Bahnhof in Basel folgen Sie bitte der Schweizerischen Raute, die Markierung mit der roten Raute des Westwegs endet an der deutschen Grenze. Ebenso bitten wir Sie zu beachten, dass der Westweg auf einem Stück durch den Tierpark "Lange Erlen" in Basel führt. Dieser hat von März bis Oktober täglich von 08:00 bis 18:00 Uhr und von November bis Februar von 08:00 bis 17:00 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet. Außerhalb dieser Zeiten muss der Tierpark umlaufen werden.

26,3 km ca. 7:45 h — Streckenweg Wandern
Aufstieg
450 m
Abstieg
541 m
Quelle: Schwarzwald Tourismus GmbH · CC BY-SA 4.0

Westweg Etappe 13 (Ost): Oberminseln - Basel

Degerfelden → Basel

Etappe 13

Auf der Schlussetappe erwarten den Wanderer noch einmal zwei landschaftliche Highlights, das wildromantische Ruschbachtal sowie der einzigartige Buchswald bei Grenzach-Wyhlen. Hier zeigt sich der ansonsten so liebliche Dinkelberg von seiner wilden Seite. Steile Hänge, Felsen und rutschige Schluchten sorgen für ein intensives Naturerlebnis, bevor die Kunst- und Kulturstadt Basel den Schlusspunkt setzt. Der Abstieg von Oberminseln nach Degerfelden führt durch stille Bachtäler, über aussichtsreiche Bergrücken und entlang abwechslungsreicher Waldränder. Die Ruinen des Römischen Gutshofes nahe Degerfelden zeugen davon, dass die Römer bereits vor über 2000 Jahren die Furchtbarkeit des Dinkelberges zu schätzen wussten. Der Großbach in Degerfelden begleitet den Wanderer bis in die historische Dorfmitte. Durch lichten, mit Felsen geschmückten Buchenwald zieht der Westweg von Degerfelden auf schmalen Pfaden hinauf zum Eigenturm. Von hier geht der Blick über den Hochrhein bei Rheinfelden bis ins nahe Schweizer Jura. Hinter Rührberg knickt der Westweg vor der Schweizer Grenze scharf nach links ab und führt hinunter nach Wyhlen. Die Variante durch das Ruschbachtal ist bei trockenem Wetter absolut empfehlenswert. Am Ortsrand von Wyhlen beginnt der Grenzacher Buchswald. Er ist einzigartig in Deutschland. Der gesamte Hang bis zum Hornfelsen hoch über dem Grenzacher Horn ist in der unteren Etage mit bis zu fünf Meter hohen, immergrünen Buchsbäumen bewachsen. Darüber bilden Flaumeichen, Ahorn und Buchen das natürliche Dach. Die Buchsbäume, die vermutlich von den Römern mitgebracht wurden, lieben das trocken-warme Klima an dem Steilhang. Der Westweg schlängelt sich als schmaler Pfad auf und ab durch das Dickicht des Buchswaldes. Trittsicherheit ist auf den steilen Passagen unbedingt erforderlich. Vorbei am Rötelsteinfelsen und auf engen Felsbändern führt der Weg auf die Höhe, bevor er nach Grenzach absteigt. Letzter Höhepunkt ist der Grenzacher Hornfelsen. Hoch über dem Rhein schweift der Blick auf die Anlagen des Birsfelder Hafens und hinüber nach Basel. Nach steilem Abstieg im Zick-Zack erreicht der Westweg die letzen Ausläufer von Grenzach-Wyhlen und wenig später hinter der Zollstation den Stadtrand von Basel. Am Rheinufer entlang geht es nun bis zum Tinguely-Museum an der Schwarzwaldbrücke und von dort durch die Schwarzwaldstraße zum Ziel am Badischen Bahnhof.

23,9 km ca. 7:45 h — Streckenweg Wandern
Aufstieg
604 m
Abstieg
718 m
Quelle: Schwarzwald Tourismus GmbH · CC0 1.0
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